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30.12.2015

Reisebericht Liberia

Seit zwei Jahren unterstützt RUN FOR Projekte in Liberia. Anfang November fand unter dem Motto „a new beginning“ der erst Marathon in Monrovia nach Ebola statt. Zeit, diese wunderschöne Land, seine Bewohner und die unterstützten Projekte zu besuchen.

Liberia galt in der Mitte des letzten Jahrhunderts als „Perle Westafrika's“. In den beiden Luxushotels „Africa“ und „Ducor“ traf sich die afrikanische und internationale Elite um über die Zukunft des Landes, über die Zukunft des Kontinents zu diskutieren. Heute, nach zwei Bürgerkriegen und der Ebola-Epidemie gehört Liberia zu den ärmsten Ländern der Welt. Die wirtschaftlichen, psychischen und medizinischen Auswirkungen sind in der Bevölkerung nach wie vor deutlich spürbar.

Unsere Projekte

Sport bringt die Menschen zusammen. Sport ist mit Anstrengungen und Zielen verbunden. Sport ist Hoffnung. Vor einem Jahr unterstützten wir die Organisatoren des Liberia-Marathons mit Startkapital für die Planung des Anlasses. Es war wichtig, dass dieser Anlass nach Ebola möglichst bald wieder Teil des Lebens in Monrovia wird. Der Besuch des Marathons war für uns ein einzigartiges Erlebnis. Der Stolz in den Gesichtern der Teilnehmer, die Freude auf den Strassen und die Erleichterung bei den Organisatoren über den reibungslosen Ablauf des Anlasses verdeutlichen den Stellenwert des Liberia-Marathons für die Liberia.

Mitte Woche treffen wir Diane Davis. Diane betreibt in Monrovia zwei Schulen und eine Waisenhaus. RUN FOR hat den Bau eines Sportplatzes auf dem Schulgelände finanziert. Eine beeindruckende Frau, die Ihr Leben den Kindern von Liberia gewidmet hat. Über 700 Kinder lernen rechnen, schreiben und lesen. Noch heute leider ein Privileg. Im Waisenhaus finden 28 Kinder ein Zuhause, drei von Ihnen verloren Ihre Eltern kürzlich durch Ebola. Neun von Ihnen besuchen heute die Universität, wie Diane mit Stolz erzählt. Ihre Geschichten vom Krieg, von Ebola aber auch die Probleme von heute gehen ans Herz. Der anschliessende Besuch der Schule ist überwältigend. Ein Empfang mit viel Gesang, Tanz und einem Basketballspiel auf dem neuen Sportplatz. Anschliessend zeigen uns die Lehrer die Räumlichkeiten. Die Schule und das Waisenhaus sind gut organisiert. Trotzdem wird unter Zuständen unterrichtet, welche für uns Schweizer kaum vorstellbar sind. Im Informatikraum stehen Computer, wie sie in unseren Häusern seit Jahren nicht mehr stehen. Unser vorletzter Laptop wäre in diesem Zimmer gerne gesehen. Im „Science lab“ gibt es ein einzelnes Mikroskop, dessen Alter unsere eigenes wohl übersteigt. Nichts desto Trotz verbleibt uns der Besuch der Schule in bester Erinnerung. Was an Geld und Material fehlt, kompensieren die Schulleitung und die Lehrer mit Engagement und Herzblut.

Ein der grossen Schwierigkeiten während Ebola war die Aufklärung der Menschen. Viele Menschen Liberias leben abgelegen im Busch. Wie informiert und sensibilisiert man diese Menschen. Moderne Medien und Kommunikationsmittel kennen sie nicht. Für viele Menschen war Ebola lange nur ein Gerücht. Nach dem Ausbruch der Seuche startete die Studentenorganisation „Criterion Monrovia“ eine Aufklärungskampagne, unterstützt durch RUN FOR. Am Ende reisten über 200 Studenten in die entlegensten Wickel des Landes, um den Menschen das richtige Verhalten bezüglich Ebola zu erklären. Wie erklärt man einem Menschen, dass er den Körper eines geliebten Menschen nicht berühren darf, dass man Ihn nicht waschen und zu Grabe tragen darf. Es sind beeindruckende, aber auch bedrückende Geschichten, die uns die Studenten erzählen. Es macht Mut, dass gerade die jungen Menschen in der Krise zusammenstehen und sich für das Wohl des Landes einsetzen.

Wir helfen weiter

Unser Besuch hat uns das Land und seine Menschen näher gebracht. Er hat aber auch gezeigt, dass Hilfe in Liberia dringend notwendig ist. Insbesondere den Ärmsten fehlt es an vielem. Wahre Grundbedürfnisse sind Nahrung, Trinkwasser, ein Dach über dem Kopf, sanitäre Anlagen und Bildung. Kein Vergleich zu unseren Erste-Welt-Problemen. Die Studentenorganisation Kriterion Monrovia werden wir weiter unterstützen. Der Aufbau eines öffentlichen Kinos steht im Raum. Insbesondere der Schule und dem Waisenhaus von Diane Davis werden wir helfen wo wir können. Die Kinder von heute sind die Ärzte, die Ingenieure und die Politiker von morgen. Bildung ist das Tor in ein besseres Liberia, es ist das Tor in eine bessere Welt.

Wer immer helfen kann und will, wir freuen uns über alle Spenden.

www.runfor.ch



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